BFI begleitet Frauen auf dem Weg zur Unternehmerin

15. Juni 2018

Mit gemeinsamer Power und gezielter Unterstützung kommen wieder mehr Frauen in der Domäne der Männerwelt voran. Als Beweggründe  zum Schritt in die Selbstständigkeit nennen die meisten Frauen das mangelnde passende Jobangebot, aber auch die Freude an der Arbeit und den Wunsch nach Unabhängigkeit zu vereinen. Außerdem sei vielen wichtig, das Verhältnis von Arbeit und Freizeit aufgrund von Einschränkungen wie Betreuungspflichten selbst bestimmen zu können.

Das BFI Burgenland präsentierte als Best-Practice-Modell ihr Projekt „Gründen als Chance für Frauen“ .Das vom Europäischen Sozialfond (ESF) und Frauenreferat des Land Burgenland geförderte Projekt begleitete Frauen mit gezielten Workshops bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Es förderte aber auch die Vernetzung und den Austausch mit bereits bestehenden Unternehmerinnen. „Gezielte Information und Networking sind für Start-up‘s die wesentlichen Bausteine für den Erfolg“ ist GF-Stellvertreterin Sabine Swatek-Venus überzeugt.

Über den Projektzeitraum von eineinhalb Jahren wurden 16 Frauen in den Gründungsprozess begleitet, davon haben 15 bis dato bereits ihr Unternehmen gegründet (Erfolgsquote 93,75%). Die Gründungsideen waren thematisch sehr auf Gesundheit, Kunst, Natur und Erlebnis ausgerichtet, der regionale Bezug  stellt sich zunehmend als Wettbewerbsvorteil heraus: Die Produzentin und die Herstellungsarten zu kennen, vermittelt den Konsumenten ein gutes Gefühl.

Die Branchen der Gründerinnen beziehen sich demnach sehr stark auf Dienstleistungen im Gesundheitsheitsbereich: vom Mentaltraining für Kinder, über Beratung, Gesundheitsförderung bis hin zur Pflege von Kranken und Älteren sowie gesunde Ernährung (11 von 15)
4 Frauen gründeten in anderen Bereichen: 1 Textilherstellung - und verkauf (Hochzeitsladen), 1 Kunsthandwerk (Puppen-Unikate), 1 Raumgestaltung (Schalldämmung als Möbeldesign), 1 Erlebnisangebote (Wanderreiten)

Am Erfahrungs-Netzwerkaustausch für Unternehmerinnen haben sich insgesamt 21 Frauen beteiligt. Sie tauschten Tipps aus, um ihren Erfolg abzusichern, die Angebotspalette auszubauen oder eventuelle Veränderungen zu planen.

Lobende Worte an die Neu-Gründerinnen kamen von LR Mag. Astrid Eisenkopf und AMS-Landesgeschäftsführerin Mag. Helene Sengstbratl im Rahmen der Abschlussveranstaltung in der Bauernmühle Mattersburg, wo die neuen Produkte und Dienstleistungen vorgestellt wurden.