Interessante BFI-Kooperation

22. März 2017

„Wir versuchen in unseren Qualifizierungen und beruflichen Orientierungen sehr praxisorientiert zu arbeiten und real verwendbare Produkte zu erzeugen.
So geschehen unlängst im BFI Mattersburg, bei einer, vom AMS organisierten Kooperation mit den Veranstaltern eines „Fashion Picknicks“, wofür alte Möbel neu designed wurden“, erzählt BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier begeistert.

Zu diesem Zweck wurde in einem, von AMS beauftragten und vom BFI Mattersburg durchgeführten, Berufsorientierungsprojekt, intensiv zusammengearbeitet.

BFI-Servicecenter-Leiterin für Mattersburg, Renate Wolf-Houszka erklärt die Abläufe: „Die beim Fashion Picknick ausgestellten Werke wurden von unseren jungen Frauen und Männern des Projektes, zwischen 16 und 25 Jahren, die über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen, oder die Schule/Lehre abgebrochen haben, jedoch großes Interesse an einem handwerklichen Beruf haben, produziert.“

AMS-Mattersburg-Leiter Markus Plattner ist zu hundert Prozent davon überzeugt, dass die jugendlichen AMS-Kund/innen von ihrer Teilnahme profitieren: "Qualifizierung ist eines der wichtigsten Kriterien, um am Arbeitsmarkt nachhaltig Fuß zu fassen.
Weil es einem realistischen Berufsalltag sehr nahe kommt, ist das BFI-Berufsorientierungsprojekt, mit seiner praxisnahen Kursführung, ein sinnvoller, erster Schritt in Richtung Lehrausbildung."

„Es freut mich sehr, dass wir ein Praxisprojekt wie dieses insofern unterstützen können, als dass die produzierten - sozusagen upgecycelten - Werke nicht nur zur Schau gestellt werden, sondern womöglich auch neue Besitzer finden und die KursteilnehmerInnen dadurch positives Feedback bekommen“, so Picknick-Veranstalterin May-Britt Alróe-Fischer.

Mit dem BFI upcyceln

Ist denn das möglich? In halber Zeit zum Lehrabschluss im BFI

15. März 2017

Zum Lehrabschluss mit dem BFI

„Es besteht, nach dem Berufsausbildungsgesetz, in Österreich die Möglichkeit, zur Lehrabschlussprüfung anzutreten, ohne dass man zuvor eine Lehre im Betrieb absolviert hat“, stellt BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier fest.

„Natürlich ist das an verschiedene Voraussetzungen geknüpft. Einerseits muss man zum Zeitpunkt der Prüfung mindestens 18 Jahre alt sein und andererseits nachweisen können, dass man die Fähigkeiten und Fertigkeiten erlangt hat, um die Lehrabschlussprüfung auch positiv absolvieren zu können – und die kriegt man am Leichtesten in einer so genannten Facharbeiter/innen-Intensivausbildung, wie wir sie im BFI in mehreren Lehrberufen anbieten“, so Maier.

BFI-Produktmanagerin Tanja Garber: „Hier ist der Vorteil, dass wir wirklich gezielt ausbilden können und uns ausschließlich auf die Lehrinhalte konzentrieren, weil ja bei uns nicht der Kunde vor der Tür steht und auf das fertige Produkt wartet. Deshalb können wir - eben für Erwachsene, die ja eine gewisse Reife mitbringen und mitten im Leben stehen - die Inhalte in der halben Zeit vermitteln. Danach wird um außerordentliche Zulassung zur Lehrabschlussprüfung angesucht, die von der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer abgenommen wird.“

Es besteht also die Möglichkeit für Erwachsene, die es in ihrer Jugend versäumt hatten, den Lehrabschluss in kürzerer Zeit nachzuholen und damit einen besseren Job zu kriegen, mehr zu verdienen und nicht auszupendeln oder gar abwandern zu müssen.

„Das AMS, als Auftraggeber, übernimmt nicht nur die Ausbildungskosten, sondern finanziert auch einen so genannten Beitrag zur Deckung des Lebensunterhaltes, also eine Art Gehalt für die auszubildenden Teilnehmer/innen, die auch voll sozialversichert sind.

Innerhalb der Ausbildung haben wir auch eine Sozialbetreuung, die sich um die „täglichen Wehwehchen“ kümmert, damit sich unsere Ausbildner/innen in aller Ruhe auf die Vermittlung der Inhalte konzentrieren können.

Darüber hinaus kümmern wir uns am Ende der Qualifizierung auch um die Vermittlung auf einen Arbeitsplatz, indem wir Bewerbungstraining machen und Kontakte zu Betrieben herstellen“, schließt Maier.

BFI-Leader-Projekt: „Energieschaustraße“

08. März 2017

„Das Berufsförderungsinstitut Burgenland hat im Rahmen des Programmes „Leader“, in den letzten Jahren, das Projekt „Energieschaustraße Mittelburgenland“ erfolgreich durchgeführt.

In diesem Projekt werden seit dem Jahr 2000 kontinuierlich nachhaltige Erneuerbare Energiestandorte mit hoher regionaler Wertschöpfung und energieeffiziente Lösungen international aufgegriffen. Daraus werden Bildungsprogramme für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt, wobei immer wieder internationale Strömungen und Trends diskutiert werden“, schildert BFI-Koordinator Jürgen Grandits.

DI (FH) Rene Bischof, BFI-Projektbetreuer ergänzt: „Im Jahr 2016 wurde damit begonnen, dieses erfolgreiche Projekt auf das Südburgenland auszudehnen und die „Energieschaustraße Südburgenland“ ins Leben zu rufen.

Nachdem bereits einige nachhaltige Standorte dafür gefunden wurden, gilt es nun die Energien zu bündeln, um das Thema Erneuerbare Energien in Zeiten des Klimawandels und einer erforderlichen Anpassung daran, wieder wachzurufen und in der Gesellschaft weiter zu verankern.“

Dabei ist es nicht nur erforderlich, das Thema für die BürgerInnen attraktiv zu gestalten, sondern es soll bei der heutigen medialen Vielfalt, der gesellschaftlichen Abstumpfung gegenüber Umweltthemen sowie dem Grossangebot an Freizeit- und Bildungsmöglichkeiten, eine an die Region angepasste, neue Strategie für ein zeitgemäßes Bildungstourismusangebot entwickelt werden.

Die Vernetzung von Erneuerbarer Energie und Umwelt mit den Bereichen Kunst, Kultur und Kulinarik spielt hierbei eine bedeutende Rolle. Neben dem Aufbau eines Exkursionsprogramms, das diese Themenbereiche ausgewogen miteinander verbindet, liegt ein Schwerpunkt in der Abklärung des Bedarfs für die regionale Wirtschaft in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit.

Im Vordergrund stehen, bei allen Aktivitäten der Energieschaustraße, immer der Erfahrungsaustausch sowie die Bewusstseinsbildung im Bereich nachhaltiger Energielösungen.
Zusätzlich soll das zukunftweisende Angebot als Grundlage und Ergänzung für Aus- und Weiterbildung genutzt werden können.

Weiterführende Links
http://www.energieschaustrasse.at/
https://www.facebook.com/pages/Energie-Schau-Strasse/821139024574243/

BFI-Burgenland: E-learning in kongenialer Partnerschaft

03. März 2017

e-learning im BFI

„bfi-kurse.at goes online“

„Ein Bildungsinstitut muss nicht nur ständig seine Inhalte und Abläufe anpassen, sondern auch von Zeit zu Zeit über Lernmethoden und gezieltes Lernmanagement nachdenken“, stellt BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier fest. „E-Learning ist ein sehr sozialer Zugang, da das Wissen breiten Schichten zu einem niedrigen Preis zur Verfügung gestellt werden kann.
Heute wachsen alle mit Handys, Tablets, Laptops und ähnlichem auf, so dass wir uns mit unseren Inhalten dem anzupassen haben und - bildlich - in die Geräte der bildungswilligen KundInnen schlüpfen.“ So der BFI-Landesgeschäftsführer weiter.
„Seit Jahren ist es Gang und Gebe, dass an Schulen und Universitäten bzw. Fachhochschulen Lernsequenzen mittels e-learning vermittelt werden. Das haben wir uns zu Nutze gemacht und einen erfahrenen Partner aus diesem Bereich an Land gezogen: die ELT E-Learning Trainings GmbH, die in den letzten beiden Jahren den prestigeträchtigen e-learning-Award erhielt und damit mehr als nur bewiesen hat, dass sie in diesem Bereich der kompetente Ansprechpartner für e-learning im Sinne von Weiterbildung ist. Damit kann man ideal, neben Beruf und Familie, lernen, wann und wo man will, schafft sich ein weiteres Fundament für die berufliche Zukunft und erwirbt sich ein anerkanntes BFI-Zertifikat“, so Maier.

Warum aber, macht das BFI jetzt e-learning Kurse, was soll es bringen und wie geht‘s?
Dazu der Geschäftsführer von ELT, Prof. Mag. Dr. Michael Schermann: „Die von uns gemeinsam gegründete und jahrelang entwickelte Lernplattform www.bfi-kurse.at ist der Garant für hochwertige, interaktive und multimedial aufgebaute e-learning Produkte. Wir wollten ein Produkt schaffen, dass nicht mehr kostet als ein Buch und das daher für jedermann erschwinglich und zugänglich ist.“
Jede Frau und jeder Mann, egal welchen Alters und mit welcher Vorqualifikation, kann sich mit unseren interaktiven, multimedialen Kursen in folgenden Bereichen weiterbilden:
• MS Office
• Unternehmensführung & Management
• Leadership & Personal
• Buchhaltung & internationales Rechnungswesen
• Marketing & Verkauf
• Controlling & Finanzen

Derzeit bieten wir rund 108 e-learning-Kurse mit einem Lernaufwand zwischen 20 und 50 Stunden an. Hochqualifizierte Manager, Praktiker und Autoren aus der Wirtschaft sind „unser geniales Wissen“ für den Erfolg unserer e-learning-TeilnehmerInnen. Ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis führt den Nutzer durch die einzelnen Kapitel. Das Wissen wird durch eine Kombination aus Texten, Grafiken, Tabellen, Audiokommentaren, Videos und Praxis-Fallstudien anwendungsorientiert vermittelt. Dadurch werden alle Lerntypen angesprochen und die Merkensrate nachhaltig erhöht. Der Einsatz praxisorientierter Fallstudien ermöglicht die rasche Umsetzung in die Praxis.

Durch den Erwerb eines Nutzungsrechtes (von 12 Monaten bis unlimited) erhalten unsere TeilnehmerInnen Zugriff auf das gewünschte e-learning Seminar. Ganz einfach und bequem über das Internet.

Für Interessierte gibt es jetzt einen Top Preis zur Markteinführung: Pro e-learning Modul fallen Kosten in der Höhe von EUR 49.50,- (inkl. MwSt) an. Außerdem können über Online-Prüfungen begehrte BFI-Zertifikate in den unterschiedlichen Wissensgebieten erworben werden.

Also, los geht‘s: www.bfi-kurse.at

Neue Kompetenzen für Pflegeassistenz im BFI

22. Februar 2017

„Mit der Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes wurde die bisherige Pflegehilfe zur Pflegeassistenz.
Das Berufsbild wurde aktualisiert, womit es zu Änderungen des Tätigkeitsbereiches gekommen ist und die bisherigen Pflegehelfer/innen eine Aufschulung zu absolvieren haben“, berichtet BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier.
18 Pflegehelfer/innen absolvierten unlängst die Fortbildung „Neue Kompetenzen der Pflegeassistenz“ im BFI-GesundheitsAusbildungsZentrum Oberwart, das am 1. Jänner von Jormannsdorf in die Bezirkshauptstadt übersiedelt ist.

Mit der Absolvierung des 16-stündigen Seminars erwerben die Pflegehelfer/innen nun die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten der, zum Tätigkeitsbereich neu hinzugekommenen, Kompetenzen für die Pflegeassistenz.

„Thematisch geht es um den Tätigkeitsbereich „Mitwirkung bei Diagnostik und Therapie“ mit den Inhalten: Blutentnahme aus der Vene, standardisierte Blut-, Harn- und Stuhluntersuchungen im Rahmen der patientennahen Labordiagnostik und Durchführung von Schnelltests, die Durchführung von Mikro- und Einmalklisterien, das Absaugen aus den oberen Atemwegen sowie dem Tracheostoma in stabilen Pflegesituationen“, so BFI-GAZ-Leiterin Eveline Weinhofer.

Ziel ist es, das notwendige theoretische Wissen zu vermitteln und zu erarbeiten sowie die praktische Durchführung zu trainieren.

Ausbildungsleiterin Liane Baldauf: „Wir freuen uns, dass dieses Angebot so gut angenommen wird. Es zeigt uns die Wichtigkeit und hohe Bereitschaft zur Fortbildung und beruflichen Weiterentwicklung der Pflegeassistent/innen.

Der Erwerb neuer Kompetenzen, sowohl fachlich als auch persönlich, wird gerade im Arbeitsfeld der Pflege ein Thema für die Zukunft sein.“

Neue Pflegeassistenz im BFI

Weitere Werkmeister im BFI

15. Februar 2017

Neue BFI Werkmeister

13 Fachleute aus dem Metall- und Elektrobereich haben im BFI-Metallausbildungszentrum (MAZ) Großpetersdorf die zweijährige, berufsbegleitende Mechatronik-Werkmeisterschule absolviert.

Anfang Feber haben alle Teilnehmer die Meisterprüfung mit Bravour abgelegt und das Meister-Zeugnis erhalten.

„Bemerkenswert daran ist, dass sie die anspruchsvolle Qualifizierung neben ihrem Beruf machten und freitags und samstags die BFI-Werkmeisterschule besucht haben.

In der zweijährigen Ausbildungszeit wurden, in vier Semestern, immerhin über 1.000 Lehrstunden absolviert.

Es war nun die vierte, qualitativ hochwertige BFI-Meister-Ausbildung für Mechatroniker/innen in unserem Metallausbildungszentrum“, freut sich BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier.

BFI-MAZ-Leiter Ing. Christian Pelzmann schildert: „Wir haben uns sehr bemüht, alle Inhalte so anschaulich wie möglich und natürlich praxisnahe zu vermitteln.

Immerhin ging es um Unterrichtsgegenstände wie Angewandte Informatik, Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik, Mechatronik, Maschinenkunde, Fertigungstechnik, Elektronik und Digitaltechnik genau so, wie die Bereiche Kommunikation und Schriftverkehr, Wirtschaft und Recht, Angewandte Mathematik, Naturwissenschaftliche Grundlagen, Englisch oder Soziologie und Mitarbeiter/innenführung.

Im Verlauf des vierten Semesters hat jeder angehende Fachmann eine mechatronische Projektarbeit durchgeführt, die auch als Leistungsnachweis für die Ausbildung berücksichtigt wurde. Teilweise wurden diese Projektarbeiten auch bereits umgesetzt und wurden in aktive Produktionen integriert.“

Bei Werkmeisterschulen handelt es sich um Sonderformen der gewerblichen, technischen Fachschulen. Sie bieten Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung die Chance, ihre theoretische Fachbildung zu erweitern. Der Abschluss einer Werkmeisterschule berechtigt u. a. zur Ausbildung von Lehrlingen und eröffnet die Möglichkeit der Selbständigkeit im einschlägigen Bereich.

Die Werkmeisterschule des BFI Burgenland entstand in Kooperation mit der Industriellenvereinigung Burgenland und profitiert von der Fachkompetenz der Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) Pinkafeld als Kooperationspartner.

Die neuen Werkmeister sind:

Deutsch Christoph - Güssing - MDH Sondermaschinenbau GmbH, Horvath Patrick - Kohfidisch - MDH Sondermaschinenbau GmbH, Jestl Florian - Hochstraß - Fa. Becom, Lebinger Lukas - Weppersdorf - Fa. Becom, Supper Dominik - Klostermarienberg - Fa. Becom, Retter Markus - Pöllau - Magna Steyr - Graz, Hartinger Erik - Fürstenfeld - Magna Powertrain, Milisics Florian - Kroatisch Ehrendorf - Magna Powertrain, Ofenluger Jürgen - Pöllau - Andritz Hydro GmbH, Rosenberger Peter Pischelsdorf - Andritz Hydro GmbH, Nemeth Johannes - Kitzladen - Nikitscher, Javorics Alexander - Neumarkt/Tauchental - LIST, Panner Markus - Neudauberg,

Die Prüfungskommission bestand aus: Ing. Christian Rauscher, Johann Weber und August Krenn

Der nächste Mechatronik-Werkmeister Lehrgang ist bereits in Planung und wird im SEPTEMBER 2017 starten. ANMELDUNGEN sind noch möglich unter 03362/7817-0.

Sichere Lehrplätze im BFI

10. Februar 2017

„Tatsache ist, dass unsere Wirtschaft Fachkräfte braucht. Tatsache ist auch, dass immer weniger Betriebe – auch aufgrund unserer (Kleinheits)Struktur im Burgenland – in der Lage sind, Lehrlinge auszubilden oder dies ganz einfach nicht wollen.

Das logische Ergebnis ist, die Qualifizierung von Fachkräften in professionell dafür eingerichteten Lehrwerkstätten, wie die des BFI“, stellt BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier anlässlich eines Besuches von Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos im BFI-Metallausbildungszentrum Großpetersdorf fest.
„Der Lehrstellenmarkt wird eben härter: Immer mehr junge Menschen finden keinen Lehrplatz in einem Betrieb. Die Zahl der offenen Lehrstellen geht seit Jahren zurück, aber die Anzahl der Lehrstellensuchenden, also der jungen Menschen, die eine Ausbildung machen wollen, bleibt annähernd gleich.

Deshalb hat das BFI Burgenland vor einigen Jahren, im Auftrag von AMS und dem Land Burgenland, unter finanzieller Mitwirkung des Europäischen Sozialfonds, fünf Lehrwerkstätten errichtet, wo in attraktiven und zukunftsorientierten Berufen ausgebildet wird. Wir haben nun überall drei oder vier Klassen und in Summe momentan 220 Lehrplätze zur Verfügung.

Damit sind wir der größte Lehrlingsausbildner des Landes mit sehr viel Erfahrung in diesem Bereich. Einerseits versuchen wir die jungen Leute in ein betriebliches Lehrverhältnis überzuführen, wenn das allerdings nicht gelingt, können sie die Lehre bei uns bis zur Lehrabschlussprüfung fertig machen.

Für viele Eltern ist das ein Geschenk. Sie wissen ihre Kinder in geordneten Ausbildungsverhältnissen in der Nähe des Wohnortes. Die Lehrlinge sind bei uns natürlich voll sozialversichert und erhalten einen finanziellen Beitrag zur Deckung des Lebensunterhaltes. Das ist zwar etwas weniger als die Lehrlingsentschädigung, dafür haben wir aber auch die Möglichkeit der kostenlosen Unterkunft und Verpflegung.

Für Lernschwächen, die etwa beim Berufsschulbesuch auftreten können, haben wir eigene Lern- und Sozialbetreuer, die eng mit den fachlichen Ausbildnern zusammenarbeiten.

Also: eine Rundumbetreuung, die nichts kostet. Was will man noch mehr“, so Maier.

LR Darabos zeigt sich begeistert: „Das Lernen ist nie vorbei. Wenn es keine Erwachsenenbildung in unserem Land gäbe, die es übrigens in den meisten Nachbarländern nicht gibt, hätten viele unserer Menschen nicht die Chance, eine Lehrwerkstätte zu besuchen, im zweiten Bildungsweg etwa die Matura nachzumachen oder auch als Erwachsene/r einen Lehrberuf zu erlernen, was das Berufsleben um einiges erleichtert und viele Burgenländer/innen vor dem Abwandern in Ballungszentren bewahrt.
Mit der nötigen Qualifizierung können sie nämlich in ihrer Heimat, dem Burgenland, bleiben und erhalten hier leichter einen Job mit angemessener Bezahlung.

Wir leben in einer Zeit, in der sich die Anforderungen für den/die Einzelnen in einem unwahrscheinlichen Tempo verändern. Die nötige Weiterbildung während der Berufsausübung, um den Job zu behalten oder um die Karriereleiter rascher emporklettern zu können, sind im heutigen Berufsleben unabdingbar.

Die Qualifizierung unserer Jugend ist für mich zentral! Wir haben hier ein vielschichtiges Angebot geschaffen, das jungen Menschen eine wirkliche Perspektive bieten kann. Wir werden alles daran setzen, dass die Chancen für unsere Jugend auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten aufrecht bleiben.“

BFI-MAZ-Leiter Ing. Christian Pelzmann führt durch das Haus und weist auf die unterschiedlichen Ausbildungen und die tolle Kooperation mit unseren Auftraggebern AMS und Land Burgenland hin: „In unserer Lehrwerkstätte für Metallberufe führen wir vier Klassen mit 60 Lehrlings-Ausbildungsplätzen. Hier bringen wir junge Leute zur Lehrabschlussprüfung.
Das Besondere hierbei ist, dass es sich um ein „triales“ Ausbildungssystem handelt, d.h. die Ausbildung erfolgt im BFI-MAZ, in der Berufsschule und in Partnerbetrieben. In diesen Partnerbetrieben haben die Lehrlinge die Möglichkeit sich zu bewähren und vom Betrieb in ein reguläres Arbeitsverhältnis übernommen zu werden.

In unserer Schweißerei werden jährlich rund 300 Schweiß-Zertifikatsprüfungen abgenommen, womit die Absolvent/innen, Jobs in ganz Europa und darüber hinaus kriegen können.

Die Vorbereitung auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung kommt Erwachsenen zugute, die sich erst später entscheiden, einen Beruf zu erlernen. Hier kommen Menschen, die mindestens 18 Jahre alt sind, zum Abschluss als Gebäude- und Installationstechniker/in.

Nicht zu vergessen die vielfältigen Höherqualifizierungen, wo mehrere hundert Menschen ihre berufliche Situation durch mehr Wissen und Können wesentlich verbessern.

Von hier aus koordinieren wir auch internationale BFI-Metallprojekte, wie etwa ein Schweißprojekt in Ägypten, wo wir, über Auftrag der EU einen gezielten Knowhow-Transfer machen und die Teilnehmer/innen dort zur EU-Normprüfung führen.“

Dazu der Leiter der Regionalen Geschäftsstelle des AMS Oberwart, Strobl Dietmar: „Ein metallverarbeitendes Unternehmen suchte kürzlich Facharbeiter/innen mit speziellen Schweißkenntnissen. Ein kurzes Telefonat mit dem BFI-MAZ Großpetersdorf und ein gemeinsames Gespräch mit dem besagten Unternehmer reichten aus – 2 Teilnehmer des Schweißkurses des BFI Großpetersdorf bekamen auf Anhieb den Job. Vom Kurs auf einen Arbeitsplatz – besser gehts nicht!“

Das BFI bildet wie folgt aus:

• Mattersburg: Ökoenergieanlagentechniker/in und Mechatroniker/in mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik
• Großpetersdorf: Produktionstechniker/in und Metalltechniker/in
• Güssing: Tischler/in, Landschaftsgärtner/in
• Pinkafeld: Bau- und Baunebengewerbe sowie alle handwerklichen Berufe
• Jennersdorf: Überbetriebliche Lehrausbildung für alle Lehrberufe

Ist BFI-Vermittlungshilfe noch nötig?

08. Februar 2017

„Enorm, wie schnell die Zeit vergeht. Es kommt mir vor, als wenn es gestern gewesen wäre und jetzt sind seit dem Start des Projektes mit dem Titel „Vermittlungshilfe“ in Güssing mehr als 24 Jahre vergangen.

Wir haben uns damals gemeinsam mit dem Auftraggeber AMS die Frage gestellt, wie wir mit der Tatsache umgehen sollen, dass es in jedem Ort Menschen gibt, die schon länger arbeitslos sind und persönliche Vermittlungshemmnisse haben.

Wir könnten nichts tun, wegschauen und mit dem Finger drauf zeigen, oder es aktiv angehen, um diese Menschen durch Praktika, aufarbeiten ihrer Problematiken und individuellem Coaching, wieder ins Arbeitsleben einzugliedern.

Dass das Modell so erfolgreich wird und wir derzeit 10 derartige Projekte für Männer, Frauen und Jugendliche in fast jedem Bezirk des Landes laufen haben, hätten wir damals nicht gedacht“, meint BFI-Burgenland-Geschäftsführer Peter Maier.

Und wo liegt das Geheimnis des Erfolges?

Die BFI-Kurskoordinatoren bringen es auf den Punkt: „Das vorrangige Ziel der Maßnahme ist die Hilfestellung bei der Vorbereitung auf eine Rückkehr ins Berufsleben. Ein übergeordnetes Ziel ist das Erlangen eines ausbildungsadäquaten Arbeitsplatzes.

Diese Ziele werden durch die Unterstützung in der beruflichen Zielfindung und das Festigen eines geregelten Tagesablaufes und einem gezielten Arbeitsrhythmus genauso erreicht, wie durch das Trainieren und Vorbereiten von Bewerbungen, oder durch aktive Arbeitsplatzakquirierung und Knüpfung von Firmenkontakten.“

BFI-Produktmanager René Höfer ergänzt: „Ein weiterer Schwerpunkt ist die praktische Arbeit. Die Teilnehmer/innen befinden sich, je nach Vorbildung, Fähigkeit oder neuen Berufszielen, auf einem, gemeinsam mit uns ausgesuchten, Praktikumsplatz.

Die praktischen Tätigkeiten werden auch in öffentlichen und gemeinnützigen Bereichen durchgeführt. Sollte sich eine Arbeitserprobung in den einzelnen Betrieben als sinnvoll und zielführend erweisen, wird das mit der zuständigen AMS-Betreuung besprochen und begonnen (Betriebspraktikum).“

„Die Teilnehmer/innen arbeiten unter fachlicher Führung und Anleitung und können ohne Leistungsdruck neue Arbeitsbereiche kennenlernen und ausprobieren. Sie lernen ihre eigenen Fähigkeiten besser kennen und schätzen und werden durch die Anerkennung anderer motiviert.
Während dieses Arbeitstrainings wird der Arbeitsrhythmus durch Regelmäßigkeit, Pünktlichkeit und Disziplin gefestigt. Auf Teamfähigkeit, Verlässlichkeit und Sicherheit wird in diesem, von uns beauftragten, BFI-Projekt besonders großer Wert gelegt“, stellt der Leiter des AMS Stegersbach, Manfred Herist fest.

Immerhin waren in diesen 24 Jahren mehr als 3.800 Männer, Frauen und Jugendliche, als Teilnehmer/innen in dieser BFI-Vermittlungshilfe, von denen mehr als 50 % auf einen Arbeitsplatz integriert werden konnten.

Überbetriebliche BFI Lehrausbildung

03. Februar 2017

„ÜBA steht für „Überbetriebliche Lehrausbildung“ und hat als Zielgruppe die beim AMS vorgemerkten Lehrstellensuchenden mit abgeschlossener Schulpflicht, die bisher noch keine geeignete Lehrstelle finden konnten, oder die eine Lehre abgebrochen haben. Für behinderte und benachteiligte Jugendliche gibt es auch die Möglichkeit einer integrativen Berufsausbildung in Form einer verlängerten Lehre oder einer Teilqualifizierung“, berichtet BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier.


„Dem AMS Jennersdorf ist es wichtig, dass jugendliche Lehrstellensuchende nicht ihre Zeit zu Hause verbringen und beim Berufseinstieg scheitern, sondern in einer strukturierten Form und mit Hilfe von abgestimmten Lehrinhalten das entsprechende Rüstzeug für den Arbeitsmarkt erhalten. Dem Wunsch nach einer passenden Lehrstelle kann dann oftmals nachgekommen werden“, ergänzt Harald Braun, Leiter der Regionalen AMS Geschäftsstelle in Jennersdorf.“

DI(FH) René Bischof, BFI Servicecenterleiter für Jennersdorf, erläutert die Maßnahme: „Ziel ist die Sicherstellung einer umfassenden Ausbildung der Jugendlichen im jeweiligen Lehrberuf und die Weitervermittlung in eine betriebliche Lehrstelle. Die Maßnahme dauert 12 Monate und beinhaltet einerseits sozialpädagogische Maßnahmen und andererseits Ausbildungspraktika. Der begleitende Besuch der Berufsschule ist verpflichtend.“

Inhaltliche Schwerpunkte sind Bewerbungstrainings, Berufsbilder, Vorbereitung auf die Berufsschule, Erwerben von Schlüsselqualifikationen, Konfliktlösung, Persönlichkeitsentwicklung, EDV-Grundausbildung und Kommunikation. Diese Ausbildung erfolgt vor Ort in der Gruppe mit unterschiedlichen didaktischen Methoden (z. B. Rollenspiel, Gruppenarbeiten, Übungen und Spiele u.v.m.) und unter Einsatz verschiedenster Medien, aber auch in Form von Exkursionen.

Die Betreuung vor Ort hat eine wichtige stabilisierende Funktion für die Jugendlichen. Sie wachsen durch die Begleitung und Unterstützung in den beruflichen Alltag hinein und werden befähigt, die notwendigen Anforderungen selbstständig zu bewältigen.
In den letzten Jahren konnte die Mehrheit der Jugendlichen während dieses Ausbildungsjahres oder direkt im Anschluss daran erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden.

BFI Ziele für 2017

27. Januar 2017

Wie alljährlich, setzen sich auch heuer alle Mitarbeiter/innen der BFI-Servicecenter in jedem Bezirk des Landes zu Jahresbeginn zusammen, um ihre Ergebnisse des Vorjahres zu evaluieren und die Ziele für 2017 festzulegen.

BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier: „Die Grobziele werden natürlich von der Geschäftsführung vorgegeben, aber den Feinschliff machen sich die Servicecenter selbst. Da weiß man einfach besser, was in der jeweiligen Region an Bildung notwendig ist, was die Betriebe an Qualifizierung brauchen und was sich die Menschen vor Ort wünschen.

Daraus entstehen unsere Konzepte, mit denen wir an die Bevölkerung herantreten und als optimale Aus- und Weiterbildung durchführen werden.“

„Für uns ist auch wichtig, wie wir die Abläufe koordinieren, wie wir beste Qualität bieten und unser/e Kund/innen am Besten zufriedenstellen können. Nur jemand, der sich bei uns wohl fühlt, kommt gerne wieder zurück“, erläutert die Leiterin des BFI-Bildungsmanagements Sabine Swatek-Venus, MA.

In den nächsten Wochen wird eruiert, welche Wünsche die Betriebe vor Ort konkret haben.

Maier: „Zum Beispiel haben viele unserer Unternehmungen ein Warenlager, das ordentlich verwaltet, geordnet und geführt gehört. Ein/e dahingehend ausgebildete/r Fachmann/frau kann das Leben im Betrieb wesentlich erleichtern und Kosten sparen helfen.

Genauso verhält es sich mit Betriebslogistik, wo die Abläufe eines Unternehmens genau unter die Lupe genommen werden können und diese optimiert werden. Am Ende stehen einfachere Arbeit für die Mitarbeiter/in und Kostenersparnis für das Unternehmen.“

„Wir beginnen nun damit, zu erheben, um welche Betriebe es sich in unserer Region handelt, wer Ansprechperson ist und nehmen Kontakt auf. In weiterer Folge erheben wir die Anforderungen der einzelnen Unternehmungen und richten das Gesamtkonzept für eine Ausbildung, die mit einer staatlich anerkannten Prüfung endet, nach den Bedürfnissen der regionalen Wirtschaft aus“, so Swatek-Venus.