Sichere Lehrplätze im BFI

10. Februar 2017

„Tatsache ist, dass unsere Wirtschaft Fachkräfte braucht. Tatsache ist auch, dass immer weniger Betriebe – auch aufgrund unserer (Kleinheits)Struktur im Burgenland – in der Lage sind, Lehrlinge auszubilden oder dies ganz einfach nicht wollen.

Das logische Ergebnis ist, die Qualifizierung von Fachkräften in professionell dafür eingerichteten Lehrwerkstätten, wie die des BFI“, stellt BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier anlässlich eines Besuches von Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos im BFI-Metallausbildungszentrum Großpetersdorf fest.
„Der Lehrstellenmarkt wird eben härter: Immer mehr junge Menschen finden keinen Lehrplatz in einem Betrieb. Die Zahl der offenen Lehrstellen geht seit Jahren zurück, aber die Anzahl der Lehrstellensuchenden, also der jungen Menschen, die eine Ausbildung machen wollen, bleibt annähernd gleich.

Deshalb hat das BFI Burgenland vor einigen Jahren, im Auftrag von AMS und dem Land Burgenland, unter finanzieller Mitwirkung des Europäischen Sozialfonds, fünf Lehrwerkstätten errichtet, wo in attraktiven und zukunftsorientierten Berufen ausgebildet wird. Wir haben nun überall drei oder vier Klassen und in Summe momentan 220 Lehrplätze zur Verfügung.

Damit sind wir der größte Lehrlingsausbildner des Landes mit sehr viel Erfahrung in diesem Bereich. Einerseits versuchen wir die jungen Leute in ein betriebliches Lehrverhältnis überzuführen, wenn das allerdings nicht gelingt, können sie die Lehre bei uns bis zur Lehrabschlussprüfung fertig machen.

Für viele Eltern ist das ein Geschenk. Sie wissen ihre Kinder in geordneten Ausbildungsverhältnissen in der Nähe des Wohnortes. Die Lehrlinge sind bei uns natürlich voll sozialversichert und erhalten einen finanziellen Beitrag zur Deckung des Lebensunterhaltes. Das ist zwar etwas weniger als die Lehrlingsentschädigung, dafür haben wir aber auch die Möglichkeit der kostenlosen Unterkunft und Verpflegung.

Für Lernschwächen, die etwa beim Berufsschulbesuch auftreten können, haben wir eigene Lern- und Sozialbetreuer, die eng mit den fachlichen Ausbildnern zusammenarbeiten.

Also: eine Rundumbetreuung, die nichts kostet. Was will man noch mehr“, so Maier.

LR Darabos zeigt sich begeistert: „Das Lernen ist nie vorbei. Wenn es keine Erwachsenenbildung in unserem Land gäbe, die es übrigens in den meisten Nachbarländern nicht gibt, hätten viele unserer Menschen nicht die Chance, eine Lehrwerkstätte zu besuchen, im zweiten Bildungsweg etwa die Matura nachzumachen oder auch als Erwachsene/r einen Lehrberuf zu erlernen, was das Berufsleben um einiges erleichtert und viele Burgenländer/innen vor dem Abwandern in Ballungszentren bewahrt.
Mit der nötigen Qualifizierung können sie nämlich in ihrer Heimat, dem Burgenland, bleiben und erhalten hier leichter einen Job mit angemessener Bezahlung.

Wir leben in einer Zeit, in der sich die Anforderungen für den/die Einzelnen in einem unwahrscheinlichen Tempo verändern. Die nötige Weiterbildung während der Berufsausübung, um den Job zu behalten oder um die Karriereleiter rascher emporklettern zu können, sind im heutigen Berufsleben unabdingbar.

Die Qualifizierung unserer Jugend ist für mich zentral! Wir haben hier ein vielschichtiges Angebot geschaffen, das jungen Menschen eine wirkliche Perspektive bieten kann. Wir werden alles daran setzen, dass die Chancen für unsere Jugend auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten aufrecht bleiben.“

BFI-MAZ-Leiter Ing. Christian Pelzmann führt durch das Haus und weist auf die unterschiedlichen Ausbildungen und die tolle Kooperation mit unseren Auftraggebern AMS und Land Burgenland hin: „In unserer Lehrwerkstätte für Metallberufe führen wir vier Klassen mit 60 Lehrlings-Ausbildungsplätzen. Hier bringen wir junge Leute zur Lehrabschlussprüfung.
Das Besondere hierbei ist, dass es sich um ein „triales“ Ausbildungssystem handelt, d.h. die Ausbildung erfolgt im BFI-MAZ, in der Berufsschule und in Partnerbetrieben. In diesen Partnerbetrieben haben die Lehrlinge die Möglichkeit sich zu bewähren und vom Betrieb in ein reguläres Arbeitsverhältnis übernommen zu werden.

In unserer Schweißerei werden jährlich rund 300 Schweiß-Zertifikatsprüfungen abgenommen, womit die Absolvent/innen, Jobs in ganz Europa und darüber hinaus kriegen können.

Die Vorbereitung auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung kommt Erwachsenen zugute, die sich erst später entscheiden, einen Beruf zu erlernen. Hier kommen Menschen, die mindestens 18 Jahre alt sind, zum Abschluss als Gebäude- und Installationstechniker/in.

Nicht zu vergessen die vielfältigen Höherqualifizierungen, wo mehrere hundert Menschen ihre berufliche Situation durch mehr Wissen und Können wesentlich verbessern.

Von hier aus koordinieren wir auch internationale BFI-Metallprojekte, wie etwa ein Schweißprojekt in Ägypten, wo wir, über Auftrag der EU einen gezielten Knowhow-Transfer machen und die Teilnehmer/innen dort zur EU-Normprüfung führen.“

Dazu der Leiter der Regionalen Geschäftsstelle des AMS Oberwart, Strobl Dietmar: „Ein metallverarbeitendes Unternehmen suchte kürzlich Facharbeiter/innen mit speziellen Schweißkenntnissen. Ein kurzes Telefonat mit dem BFI-MAZ Großpetersdorf und ein gemeinsames Gespräch mit dem besagten Unternehmer reichten aus – 2 Teilnehmer des Schweißkurses des BFI Großpetersdorf bekamen auf Anhieb den Job. Vom Kurs auf einen Arbeitsplatz – besser gehts nicht!“

Das BFI bildet wie folgt aus:

• Mattersburg: Ökoenergieanlagentechniker/in und Mechatroniker/in mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik
• Großpetersdorf: Produktionstechniker/in und Metalltechniker/in
• Güssing: Tischler/in, Landschaftsgärtner/in
• Pinkafeld: Bau- und Baunebengewerbe sowie alle handwerklichen Berufe
• Jennersdorf: Überbetriebliche Lehrausbildung für alle Lehrberufe

Ist BFI-Vermittlungshilfe noch nötig?

08. Februar 2017

„Enorm, wie schnell die Zeit vergeht. Es kommt mir vor, als wenn es gestern gewesen wäre und jetzt sind seit dem Start des Projektes mit dem Titel „Vermittlungshilfe“ in Güssing mehr als 24 Jahre vergangen.

Wir haben uns damals gemeinsam mit dem Auftraggeber AMS die Frage gestellt, wie wir mit der Tatsache umgehen sollen, dass es in jedem Ort Menschen gibt, die schon länger arbeitslos sind und persönliche Vermittlungshemmnisse haben.

Wir könnten nichts tun, wegschauen und mit dem Finger drauf zeigen, oder es aktiv angehen, um diese Menschen durch Praktika, aufarbeiten ihrer Problematiken und individuellem Coaching, wieder ins Arbeitsleben einzugliedern.

Dass das Modell so erfolgreich wird und wir derzeit 10 derartige Projekte für Männer, Frauen und Jugendliche in fast jedem Bezirk des Landes laufen haben, hätten wir damals nicht gedacht“, meint BFI-Burgenland-Geschäftsführer Peter Maier.

Und wo liegt das Geheimnis des Erfolges?

Die BFI-Kurskoordinatoren bringen es auf den Punkt: „Das vorrangige Ziel der Maßnahme ist die Hilfestellung bei der Vorbereitung auf eine Rückkehr ins Berufsleben. Ein übergeordnetes Ziel ist das Erlangen eines ausbildungsadäquaten Arbeitsplatzes.

Diese Ziele werden durch die Unterstützung in der beruflichen Zielfindung und das Festigen eines geregelten Tagesablaufes und einem gezielten Arbeitsrhythmus genauso erreicht, wie durch das Trainieren und Vorbereiten von Bewerbungen, oder durch aktive Arbeitsplatzakquirierung und Knüpfung von Firmenkontakten.“

BFI-Produktmanager René Höfer ergänzt: „Ein weiterer Schwerpunkt ist die praktische Arbeit. Die Teilnehmer/innen befinden sich, je nach Vorbildung, Fähigkeit oder neuen Berufszielen, auf einem, gemeinsam mit uns ausgesuchten, Praktikumsplatz.

Die praktischen Tätigkeiten werden auch in öffentlichen und gemeinnützigen Bereichen durchgeführt. Sollte sich eine Arbeitserprobung in den einzelnen Betrieben als sinnvoll und zielführend erweisen, wird das mit der zuständigen AMS-Betreuung besprochen und begonnen (Betriebspraktikum).“

„Die Teilnehmer/innen arbeiten unter fachlicher Führung und Anleitung und können ohne Leistungsdruck neue Arbeitsbereiche kennenlernen und ausprobieren. Sie lernen ihre eigenen Fähigkeiten besser kennen und schätzen und werden durch die Anerkennung anderer motiviert.
Während dieses Arbeitstrainings wird der Arbeitsrhythmus durch Regelmäßigkeit, Pünktlichkeit und Disziplin gefestigt. Auf Teamfähigkeit, Verlässlichkeit und Sicherheit wird in diesem, von uns beauftragten, BFI-Projekt besonders großer Wert gelegt“, stellt der Leiter des AMS Stegersbach, Manfred Herist fest.

Immerhin waren in diesen 24 Jahren mehr als 3.800 Männer, Frauen und Jugendliche, als Teilnehmer/innen in dieser BFI-Vermittlungshilfe, von denen mehr als 50 % auf einen Arbeitsplatz integriert werden konnten.

Überbetriebliche BFI Lehrausbildung

03. Februar 2017

„ÜBA steht für „Überbetriebliche Lehrausbildung“ und hat als Zielgruppe die beim AMS vorgemerkten Lehrstellensuchenden mit abgeschlossener Schulpflicht, die bisher noch keine geeignete Lehrstelle finden konnten, oder die eine Lehre abgebrochen haben. Für behinderte und benachteiligte Jugendliche gibt es auch die Möglichkeit einer integrativen Berufsausbildung in Form einer verlängerten Lehre oder einer Teilqualifizierung“, berichtet BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier.


„Dem AMS Jennersdorf ist es wichtig, dass jugendliche Lehrstellensuchende nicht ihre Zeit zu Hause verbringen und beim Berufseinstieg scheitern, sondern in einer strukturierten Form und mit Hilfe von abgestimmten Lehrinhalten das entsprechende Rüstzeug für den Arbeitsmarkt erhalten. Dem Wunsch nach einer passenden Lehrstelle kann dann oftmals nachgekommen werden“, ergänzt Harald Braun, Leiter der Regionalen AMS Geschäftsstelle in Jennersdorf.“

DI(FH) René Bischof, BFI Servicecenterleiter für Jennersdorf, erläutert die Maßnahme: „Ziel ist die Sicherstellung einer umfassenden Ausbildung der Jugendlichen im jeweiligen Lehrberuf und die Weitervermittlung in eine betriebliche Lehrstelle. Die Maßnahme dauert 12 Monate und beinhaltet einerseits sozialpädagogische Maßnahmen und andererseits Ausbildungspraktika. Der begleitende Besuch der Berufsschule ist verpflichtend.“

Inhaltliche Schwerpunkte sind Bewerbungstrainings, Berufsbilder, Vorbereitung auf die Berufsschule, Erwerben von Schlüsselqualifikationen, Konfliktlösung, Persönlichkeitsentwicklung, EDV-Grundausbildung und Kommunikation. Diese Ausbildung erfolgt vor Ort in der Gruppe mit unterschiedlichen didaktischen Methoden (z. B. Rollenspiel, Gruppenarbeiten, Übungen und Spiele u.v.m.) und unter Einsatz verschiedenster Medien, aber auch in Form von Exkursionen.

Die Betreuung vor Ort hat eine wichtige stabilisierende Funktion für die Jugendlichen. Sie wachsen durch die Begleitung und Unterstützung in den beruflichen Alltag hinein und werden befähigt, die notwendigen Anforderungen selbstständig zu bewältigen.
In den letzten Jahren konnte die Mehrheit der Jugendlichen während dieses Ausbildungsjahres oder direkt im Anschluss daran erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden.

BFI Ziele für 2017

27. Januar 2017

Wie alljährlich, setzen sich auch heuer alle Mitarbeiter/innen der BFI-Servicecenter in jedem Bezirk des Landes zu Jahresbeginn zusammen, um ihre Ergebnisse des Vorjahres zu evaluieren und die Ziele für 2017 festzulegen.

BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier: „Die Grobziele werden natürlich von der Geschäftsführung vorgegeben, aber den Feinschliff machen sich die Servicecenter selbst. Da weiß man einfach besser, was in der jeweiligen Region an Bildung notwendig ist, was die Betriebe an Qualifizierung brauchen und was sich die Menschen vor Ort wünschen.

Daraus entstehen unsere Konzepte, mit denen wir an die Bevölkerung herantreten und als optimale Aus- und Weiterbildung durchführen werden.“

„Für uns ist auch wichtig, wie wir die Abläufe koordinieren, wie wir beste Qualität bieten und unser/e Kund/innen am Besten zufriedenstellen können. Nur jemand, der sich bei uns wohl fühlt, kommt gerne wieder zurück“, erläutert die Leiterin des BFI-Bildungsmanagements Sabine Swatek-Venus, MA.

In den nächsten Wochen wird eruiert, welche Wünsche die Betriebe vor Ort konkret haben.

Maier: „Zum Beispiel haben viele unserer Unternehmungen ein Warenlager, das ordentlich verwaltet, geordnet und geführt gehört. Ein/e dahingehend ausgebildete/r Fachmann/frau kann das Leben im Betrieb wesentlich erleichtern und Kosten sparen helfen.

Genauso verhält es sich mit Betriebslogistik, wo die Abläufe eines Unternehmens genau unter die Lupe genommen werden können und diese optimiert werden. Am Ende stehen einfachere Arbeit für die Mitarbeiter/in und Kostenersparnis für das Unternehmen.“

„Wir beginnen nun damit, zu erheben, um welche Betriebe es sich in unserer Region handelt, wer Ansprechperson ist und nehmen Kontakt auf. In weiterer Folge erheben wir die Anforderungen der einzelnen Unternehmungen und richten das Gesamtkonzept für eine Ausbildung, die mit einer staatlich anerkannten Prüfung endet, nach den Bedürfnissen der regionalen Wirtschaft aus“, so Swatek-Venus.

BFI Heimhilfe Quali für das AMS Oberpullendorf erfolgreich abgeschlossen

13. Januar 2017

„In Gesprächen mit Hilfsorganisationen und Pflegeeinrichtungen wurde uns mitgeteilt, dass die Notwendigkeit besteht, Heimhelfer/innen auszubilden, um einerseits die natürlichen Abgänge ersetzen zu können und gleichzeitig den Bedarf an Betreuung zu hundert Prozent abzudecken“, meint BFI Landesgeschäftsführer Peter Maier.

Die theoretische und praktische Ausbildung zielt darauf ab, Heimhelfer/innen in die Lage zu versetzen, betreuungsbedürftigen Menschen bei der Haushaltsführung und den Aktivitäten des täglichen Lebens im Sinne einer Unterstützung von Eigenaktivitäten und der Hilfe zur Selbsthilfe beizustehen.

BFI-Servicecenterleiter Christoph Greiner zu den Details: „Vor kurzem absolvierten nun 12 Teilnehmerinnen positiv die Prüfung zum/zur Heimhelfer/in und durften am Ende des Tages stolz ihr Zeugnis in den Händen halten.
15 Wochen dauerte der Lehrgang, davon 200 Unterrichtseinheiten theoretische Ausbildung und 200 Stunden Praxis im ambulanten, stationären und teilstationären Bereich. Gar nicht so einfach – in so kurzer Zeit, so viel Neues zu lernen und zu trainieren.“

Die Vermittlungserfolge können sich sehen lassen. Ein Viertel der Teilnehmerinnen hat es bereits geschafft zu Beginn des neuen Jahres eine Arbeitsstelle anzutreten.

Die neuen Heimhelferinnen aus dem Bezirk Oberpullendorf sind:

Bertha Claudia
Ecker Marion
Gredelj Kerstin
Heitzinger Theresa
Illedits Marion
Kedves Liane
Kühbauer Claudia
Leitner Andrea
Niklos Sonja
Ranz Stefanie
Redelsteiner Wera Maria
Tritremmel Marion

Bestens betreut wurden die Teilnehmerinnen von BFI-Kursleiterin Liane Baldauf und BFI Servicecenterassistentin Petra Karall.
Als Prüferinnen standen zu Verfügung:
Mag.a Elisabeth Pahr und DGKP Johanna Horvath BScN, MSc, sowie DGKP Liane Baldauf

ECDL Abschluss am BFI Güssing

30. Dezember 2016

Nach wie vor gibt es eine große Anzahl von Interessierten, die am BFI den Europäischen Computerführerschein machen wollen und sich damit enorm weiterbilden.
Vielfach übernimmt das AMS dafür die Kosten und ermöglicht so, den Bildungswilligen einen ganz großen Schritt in Richtung neuer Job.

So geschehen unlängst auch im BFI Güssing, wo wiederum 13 Bildungswillige einen ECDL-Kurs mit Erfolg absolviert und nun Besitzer des Computer-Führerscheines sind.

Dazu BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier: „Natürlich ist uns klar, dass viele der jungen Leute, die heute aus der Pflichtschule kommen, eine Reihe von PC-Fertigkeiten bereits erlernt haben.
Bei uns in der Erwachsenenbildung geht es allerdings darum, dass wir bildungswilligen Menschen jeden Alters die Möglichkeit einer zweiten Chance geben und der Erfolg gibt uns recht.“

In insgesamt 240 Unterrichtsstunden wurden alle notwendigen Inhalte, begonnen mit Grundlagen der Informationstechnologie über MS Word, MS Excel sowie MS Outlook, bis hin zum Internet, vermittelt.

Folgende Teilnehmer/innen haben die Ausbildung und alle 7 Teilprüfungen abgeschlossen:
Christine Bogendorfer – Neuberg
Katja Faustner – Rudersdorf
Brigitte Maria Heschl – Güssing
Jennifer Kovacs – Neuberg
Stefanie Mayer – Ollersdorf
Sona Mughnetsyan – Güssing
Sandra Muhr – Kukmirn
Gabriele Nachtmann – Kukmirn
Anita Paul – Doiber
Doris Sticha – Rudersdorf
Philipp Teschl – Jennersdorf
Elisabeth Triebl – Neuhaus/Klb.

Trainer: Johann Grill

BFIaner/innen schließen 2016 ab

23. Dezember 2016

„Leider bleibt im Laufe eines Jahres nicht immer die nötige Zeit, um sich mit unseren Kolleg/innen in persönlichen Gesprächen auszutauschen.
Der Erfolg unserer Arbeit ist wesentlich von unseren BFIaner/innen, also unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, abhängig.
Um auch einmal ein großes Dankeschön zu sagen, haben wir zu mehreren regionalen Jahresabschlussgesprächen eingeladen. Ohne diese intensive, persönliche Zusammenarbeit würde es bei uns nicht so gut funktionieren“, berichtet BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier.
„Erfreulicherweise sind viele der Einladung gefolgt, um sich einmal abseits des Alltages zu treffen, sich über die gemeinsame und produktive Arbeit auszutauschen sowie neue Ideen und Pläne für die Zukunft zu besprechen. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt – das soll man auch spüren.
Im BFI, begegnen wir immer vielen, netten, hilfsbereiten Menschen. Es tut gut zu sehen, wie beispielsweise viele junge Menschen in der Lehrwerkstätte an ihrer Zukunft arbeiten und wie viele Erwachsene, durch Höherqualifizierung entweder einen Job bekommen, oder dadurch die Karriereleiter rascher emporklettern. Durch mehr Wissen, können sie mehr verdienen und dadurch auch hier einen gesicherten Job haben, damit sie nicht auspendeln, oder gar wegziehen müssen“, freuen sich die BFI-Mitarbeiter/innen.

Die BFI-Ziele zu erreichen ist dadurch gelungen, dass man Betreuungsgebiete zusammengelegt, die Administration mehrerer BFI-Häuser vereint und natürliche Abgänge nicht direkt nachbesetzt, sondern Umstrukturierungen in den einzelnen Abteilungen vorgenommen hat.

Sehr stolz ist man auch auf die Budget-Disziplin aller BFIaner/innen, die jeden Cent noch dreimal umdrehen, bevor sie ihn ausgeben und damit dazu beitragen, dass unsere Mittel, immerhin fast 10 Mio. Euro im Jahr, so gezielt und sparsam, wie nur irgendwie möglich, eingesetzt werden.

Maier: „Es ist uns auch gelungen, dass unsere Kunden/innen – es werden wieder um die 11.000 Menschen sein, die heuer rund 1.000 Kurse des BFI-Burgenland besucht haben – weiterhin so zufrieden sind, wie bisher und die neuen Strukturen positiv spüren.

Für 2017 haben wir alle Vorkehrungen getroffen, dass wir uns schon jetzt auf ein tolles BFI-Jahr freuen können. Es kann also losgehen.“

BFI-Frauenprojekt „Triumphieren“

16. Dezember 2016

Auf Initiative von Frauen-Landesrätin Verena Dunst und in enger Kooperation mit dem AMS, startet das BFI Burgenland im Oberwart ein Projekt, das auf die (Re)Integration von Frauen ins Berufsleben abzielt.

Das Projekt hat zum Ziel, ungelernte Hilfskräfte, arbeitssuchende Frauen, Schulabbrecherinnen, Wiedereinsteigerinnen mit Unterstützungsbedarf bei der beruflichen Wiedereingliederung, sowie Frauen, die Unterstützung vom AMS erhalten, durch individuelle Maßnahmen fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Die Schwerpunkte sind auf die Region zugeschnitten.

BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier: „Vor allem Frauen im Alter von 50 plus, haben es besonders schwer, in der Berufswelt (wieder) Fuß zu fassen. Die Berufsbilder der ausgeübten Berufe oder Hilfstätigkeiten sind womöglich überholt und auch die Technik ist weit fortgeschritten – PC, Handy und andere IT-gestützte Arbeitsmittel sind vom heutigen Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken.

Die arbeitsmarktpolitische Situation weist für erwerbslose Frauen in diesem Alter, gerade im dünn besiedelten, ländlichen Raum des Bezirkes Oberwart und den angrenzenden Gemeinden der Bezirke Güssing und Oberpullendorf, auf einen dringlichen Handlungsbedarf, hinsichtlich deren Orientierung, Motivation, Integration und Höherqualifizierung für den (Wieder-) Einstieg in den Arbeitsmarkt hin.

Schon die Inhalte des Projektes zeigen, dass wir versuchen, die Frauen da abzuholen, wo sie sich gerade befinden.

Alle haben eine unterschiedliche Geschichte in ihrem Leben, unterschiedliche Sozialisation, andere Bildungswege und auch beim Alter unterscheiden sich die Teilnehmerinnen.
Dies gilt es in der ersten Phase aufzuarbeiten.

In weiterer Folge wird es die Aufgabe unserer Trainerinnen sein, gemeinsam eine Antwort auf die Frage „Was kann ich und was will ich erreichen?“ zu erarbeiten.

Wenn das geklärt ist, wird ein Weg gesucht, um den gewünschten Job zu erhalten. Dies kann ein einfaches Bewerbungstraining sein, für diejenigen, die eine geeignete Qualifikation haben, oder auch eine gezielte Aus- und Weiterbildung.“

Wesentlich ist auch ein Gesundheits-, und ein Kompetenzencheck sowie eine gemeinsame Arbeitsmarktanalyse.
Inkludiert sind, neben den beiden Schwerpunktrichtungen „Assistentin der Gastronomie (Küche/Service)“ und „Reinigung/Hygiene“ auch eine Grundausbildung in EDV oder Kommunikationstechnik, genau so wie Gastreferenten, die aus der Praxis berichten können, sowie zwei Betriebspraktikas, um die Berufe und Betriebe kennen zu lernen.

Wir begleiten die Frauen auch zu den Bewerbungsgesprächen, bereiten sie ganz gezielt
darauf vor und stellen auch die Kontakte zu den Betrieben her. Die Frage der Mobilität und der Kinder- bzw. Altenbetreuung ist parallel zu klären, damit der „Traumjob“ dann auch wirklich umsetzbar ist.

Also: alles drinnen, was notwendig ist, um erfolgreich wieder in das Berufsleben einsteigen zu können.“

LR Dunst freut sich über die abermals gelungene Kooperation: „Viele Frauen waren nach der Triumph-Schließung von der Arbeitslosigkeit betroffen. Vor allem für Frauen über 50 Jahren war es schwierig im Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Das Projekt „Triumphieren 50 plus“ ist eine gute Möglichkeit und bietet eine neue Chance, um diesen Frauen Mut zuzusprechen.

Das Frauenreferat erhält auch in der Förderperiode 2014-2020 ESF-Gelder in der Höhe von 2,48 Millionen Euro. Zusätzlich konnte ich dieses Mal 400.000 Euro aus dem Additionalitätsprogramm ausverhandeln.

Mit ESF-Mitteln finanzierte Projekte haben zum Ziel, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und Frauenarmut zu bekämpfen. Ältere Frauen, Frauen in Teilzeit und Alleinerzieherinnen im Burgenland sind stark von Armut bedroht. Deshalb bedürfen Frauen im ländlichen Raum einer sehr gezielten und speziellen Ansprache, um sie neu oder wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Nur Frauen, die in einem gut bezahlten Job arbeiten, sind gefeit vor Frauenarmut.

Bisherige Projekte haben gezeigt, wie diese Ziele erreicht werden können. In der Förderperiode 2007 bis 2013 hatte das Frauenreferat 1,75 Millionen Euro an ESF-Mitteln zur Verfügung. 597 Frauen wurden in unterschiedlichsten Projekten betreut. Knapp 46 Prozent davon wurden nachhaltig in den Arbeitsmarkt integriert.

Die Zahl der weiblichen Erwerbstätigen im Burgenland ist zwischen 2005 und 2013 um fast ein Fünftel gestiegen. Dafür verantwortlich sind einerseits die besseren Rahmenbedingungen für berufstätige Frauen, auf der anderen Seite spielen aber auch EU-Gelder – im Speziellen aus dem Europäischen Sozialfonds – eine wichtige Rolle.“

BFI Mitarbeiter/innenschulung: Stress und Burnout

09. Dezember 2016

„Wie würde denn das aussehen, wenn wir unsere tollen Bildungsangebote in anderen Betrieben anbieten würden und sich unsere eigenen Mitarbeiter/innen nicht aus diesem Angebot bedienen könnten“, sagt BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier bei der Eröffnung eine weiteren Bildungsgruppe in der landesweiten BFI-Mitarbeiter/innenakademie.

Dieses Mal geht es um „Stress, Burnout und den Umgang mit fordernden Situationen“, wo insgesamt 15 BFIaner/innen teilnehmen, um ihr Wissen sowohl den Kolleg/innen innerhalb des BFI, aber auch an die BFI-Qualifizierungsteilnehmer/innen weiterzugeben.

Die Trainerin Alexandra Méndez: „Dieser Lehrgang stärkt die Mitarbeiter/innen und somit auch das Unternehmen. Wir reflektieren unsere Verhaltensweisen, die Auswirkung von Gesundheit und Balance, verändern unsere Stressmuster und stärken so nachhaltig unsere persönliche Resilienz, also die Chance, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.“

Die Inhalte des auf sechs Modulen ausgelegten Seminares sind

• Stress und Umgang mit fordernden Situationen
• Burnoutprävention
• Resilienz

Maier: „Immerhin geht es um 630 BFI-Mitarbeiter/innen, die jährlich etwa 11.000 BFI-Teilnehmer/innen zu betreuen haben. Da muss man mit jeder Situation vertraut sein und sich bestens darauf einstellen können.
Jede/r Kunde/in, der/die ein BFI-Haus betritt, hat das Recht auf optimale Betreuung. Und da ist ständige Weiterbildung aller BFIaner/innen geradezu Pflicht.“

Lehrabschlussprüfung in der kaufmännischen Übungsfirma des BFI Mattersburg

02. Dezember 2016

Im Auftrag des Arbeitsmarktservice Mattersburg hat das BFI Burgenland vor mehreren Jahren in Mattersburg eine kaufmännische Übungsfirma eingerichtet.

„Die mit Abstand grandioseste Art auszubilden, passiert in praxisorientierten Kleingruppen nach dem Modell „learning by doing“. Von unseren Ausbildungs- teilnehmer/innen hören wir nämlich aus Bewerbungsgesprächen, dass ihnen oft gesagt wird, dass es gut wäre, wenn sie 20 Jahre alt wären und 25 Jahre Praxis hätten. Wir können, und wollen, zwar das Alter nicht verändern, sehr wohl aber können wir die Praxis erlangen lassen“, stellt BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier fest.

Lernen mit Praxis
Die 12-Personen-Gesamtgruppe der BFI-Übungsfirma wird aufgeteilt und arbeitet praxisorientiert in Kleingruppen unter Anleitung von Fachtrainer/innen in den Bereichen Personalverrechnung, Buchhaltung und Sekretariat.

Vielseitiger Unterricht
Neben der Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung und dem „Tagesgeschäft“ in den Bereichen Buchhaltung, Personalverrechnung, Fakturierung und Sekretariat, das in der Übungsfirma – wie in jeder anderen Firma – anfällt, lernen die Teilnehmer/innen Business Englisch und warten selbstständig die Website der kaufmännischen Übungsfirma.

Zusätzlich ist ein ausbildungsbezogenes Praktikum von einer bis maximal vier Wochen in die Ausbildung integriert und frei wählbar.

Ausbildungsdauer
Nach einem Jahr Ausbildung treten die Teilnehmer/innen zur außerordentlichen Lehrabschlussprüfung für Bürokauffrau/Bürokaufmann in der Wirtschaftskammer Burgenland an.

„Durch unser kompaktes Qualifizierungskonzept erhalten die Teilnehmer/innen eine breitgefächerte, berufliche Ausbildung. Die Absolvent/innen können nach erfolgreichem Lehrabschluss in verschiedenen Abteilungen/Bereichen von Unternehmen, wie Sekretariaten, Verwaltungen, Lohnbüros, Buchhaltungen, Einkauf und Lagerverwaltung beruflich Fuß fassen“, sagt BFI-Kurskoordinatorin Maria Ungersböck.

„Zusätzlich“, so BFI-Servicecenterleiterin Renate Wolf-Houszka, „gibt es das Angebot der Normprüfungen in Personalverrechnung und Buchhaltung. Personen nach längerer Abwesenheit vom Berufsleben können ihre Bürokenntnisse auf den neuesten Stand bringen.“

Bereits zum 3. Mal wurden heuer Teilnehmerinnen auf die außerordentlichen Lehrabschlussprüfung „Bürokauffrau“ vorbereitet.
Und wieder haben die Teilnehmerinnen mit tollen Erfolgen bestanden. Die geprüften Fachleute sind Rosalia Muschitz und Brigitte Neuhercz.

Als gelernte Bürokauffrauen mit Berufspraxis steht ihnen der Arbeitsmarkt in den Bereichen Verwaltung, Sekretariat, Lagerhaltung, Buchhaltung und Lohnverrechnung offen.
Bisher sind 80% der Teilnehmerinnen über ein, in der Ausbildung integriertes, Praktikum vom Betrieb als langfristige Mitarbeiterinnen übernommen worden.