Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

Österreichisch-ungarisches Projekt zur Integration benachteiligter SchülerInnen in den Arbeitsmarkt im Rahmen der dualen Ausbildung (Programm zur grenzüberschreitenden Kooperation ÖSTERREICH-UNGARN 2007-2013)

  • Projektnummer: L00148
  • Projektdauer: 01.07.2012 - 31.08.2014
  • Projektpartner: BFI Wien, BFI Burgenland, TISZK Savaria

Das Projekt wurde zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Österreich und Ungarn im Juli 2012 gestartet und dauert bis August 2014. Im Zentrum stehen junge Menschen, die über keinen Schulabschluss verfügen und/oder besondere Hilfe benötigen, um am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Zentral ist neben der Hilfestellung beim Nachholen von Schulabschlüssen die Implementierung der dualen Berufsausbildung nach österreichischem Vorbild in Ungarn – also des bewährten Systems einer praktischen Ausbildung in einem Betrieb (bzw. einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte) und eines theoretischen Unterbaus an einer Berufsschule.

Im Rahmen der Zusammenarbeit wurden zunächst mehrere Studienreisen ungarischer TrainerInnen und Lehrkräfte nach Österreich und umgekehrt durchgeführt. Diese dienten vor allem dazu, das System der Berufsausbildung beider Länder gegenseitig kennen zu lernen.

Zu allen Themen gab es einen Austausch von österreichischen und ungarischen Erfahrungen und Best-Practice-Beispiele, die anschließend in einer Best-Practice Broschüre zusammengefasst wurden. Aufbauend auf den Ergebnissen der Studienreisen wurde ferner ein Ideenkatalog entwickelt, der konkrete Maßnahmen zur Einbeziehung benachteiligter SchülerInnen in die duale Ausbildung und in den Arbeitsmarkt aufzeigt.

Parallel zu den Studienreisen fanden auch mehrere Workshops zur Entwicklung einer grenzüberschreitenden Strategie und eines Arbeitsplans zur Zusammenarbeit von Schulen und Arbeitgebern sowie zur Förderung von benachteiligten SchülerInnen statt.

Aufbauend auf den erarbeiteten Inhalten des Arbeitsplans und den entwickelten Methoden wurde ein Mentoring-Programm im Schuljahr 2013/14 in Schulen und Betrieben in Szombathely implementiert. Im Rahmen dieses Arbeitspakets wurden 20 mehrfach benachteiligte SchülerInnen von Mentorenpaaren in Ungarn mentoriert, Lehrkräfte von Schulen sowie AusbildnerInnen von Betrieben sind dabei als Paare aufgetreten. Das Ziel war es, den involvierten benachteiligten SchülerInnen ein erfolgreiches Fortkommen in der Schule sowie in der praktischen Ausbildung zu ermöglichen. Die Mentoren erhielten Unterstützung durch österreichische und ungarische ExpertInnen in Form von Supervison und Beratung.

Zur Förderung der Kompetenzen von TrainerInnen und AusbilderInnen und zur Vorbereitung von Dienstgeberinnen und Dienstgebern auf die Bedürfnisse benachteiligter SchülerInnen wurden zudem je zwei Pilotschulungen in Österreich und Ungarn implementiert. Das Konzept dazu wurde von Experten mit langjähriger Erfahrung in der Arbeit mit Jugendlichen – unter Berücksichtigung der Ergebnisse der durchgeführten Workshops und Studienreisen – erstellt, ebenso ein zweisprachiges Lexikon der Fachausdrücke.

Zum Abschluss des Projektes wurden ein zusammenfassender Abschlussbericht erarbeitet, sowie Projektziele, zentrale Aktivitäten und Ergebnisse in einem zweisprachigen Projektfolder beschrieben und veröffentlicht.

Dieses Projekt wird im Rahmen des Programms zur grenzüberschreitenden Kooperation AT-HU 2007-2013 durchgeführt und durch die Europäische Union aus dem "Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung" gefördert.



weitere Informationen des BFI-Wien in Englisch