Überbetriebliche BFI Lehrausbildung

03. Februar 2017

„ÜBA steht für „Überbetriebliche Lehrausbildung“ und hat als Zielgruppe die beim AMS vorgemerkten Lehrstellensuchenden mit abgeschlossener Schulpflicht, die bisher noch keine geeignete Lehrstelle finden konnten, oder die eine Lehre abgebrochen haben. Für behinderte und benachteiligte Jugendliche gibt es auch die Möglichkeit einer integrativen Berufsausbildung in Form einer verlängerten Lehre oder einer Teilqualifizierung“, berichtet BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier.


„Dem AMS Jennersdorf ist es wichtig, dass jugendliche Lehrstellensuchende nicht ihre Zeit zu Hause verbringen und beim Berufseinstieg scheitern, sondern in einer strukturierten Form und mit Hilfe von abgestimmten Lehrinhalten das entsprechende Rüstzeug für den Arbeitsmarkt erhalten. Dem Wunsch nach einer passenden Lehrstelle kann dann oftmals nachgekommen werden“, ergänzt Harald Braun, Leiter der Regionalen AMS Geschäftsstelle in Jennersdorf.“

DI(FH) René Bischof, BFI Servicecenterleiter für Jennersdorf, erläutert die Maßnahme: „Ziel ist die Sicherstellung einer umfassenden Ausbildung der Jugendlichen im jeweiligen Lehrberuf und die Weitervermittlung in eine betriebliche Lehrstelle. Die Maßnahme dauert 12 Monate und beinhaltet einerseits sozialpädagogische Maßnahmen und andererseits Ausbildungspraktika. Der begleitende Besuch der Berufsschule ist verpflichtend.“

Inhaltliche Schwerpunkte sind Bewerbungstrainings, Berufsbilder, Vorbereitung auf die Berufsschule, Erwerben von Schlüsselqualifikationen, Konfliktlösung, Persönlichkeitsentwicklung, EDV-Grundausbildung und Kommunikation. Diese Ausbildung erfolgt vor Ort in der Gruppe mit unterschiedlichen didaktischen Methoden (z. B. Rollenspiel, Gruppenarbeiten, Übungen und Spiele u.v.m.) und unter Einsatz verschiedenster Medien, aber auch in Form von Exkursionen.

Die Betreuung vor Ort hat eine wichtige stabilisierende Funktion für die Jugendlichen. Sie wachsen durch die Begleitung und Unterstützung in den beruflichen Alltag hinein und werden befähigt, die notwendigen Anforderungen selbstständig zu bewältigen.
In den letzten Jahren konnte die Mehrheit der Jugendlichen während dieses Ausbildungsjahres oder direkt im Anschluss daran erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden.