Leaderprojekt für 3D Druck forciert technische Fachkräfte - BFI Burgenland

Leaderprojekt für 3D Druck forciert technische Fachkräfte

Die Auslagerung von Industrie- und Produktionsarbeitsplätzen in der Region und die Veränderung der erforderlichen Fähigkeiten bei Arbeiternehmer/innen sind brisante Themen in der globalisierten Zeit. Zunehmender Fachkräftemangel in der Wirtschaft geht einher mit steigender Anzahl an perspektivenlosen Jugendlichen, die wenig Interesse an Lehrausbildungen haben. Durch die kreative Anwendung des 3D Drucks und der 3D Konstruktion gelingt es, Begeisterung für die Technik zu wecken, Talente zu entdecken und Kreativität zu fördern.  

Das Projekt "Innovation 3D Druck" wurde in zwei Phasen abgewickelt: zuerst wurden Lehrunterlagen und Lehrmaterialien für die Neuen Mittelschulen entwickelt und dann in drei Pilotschulen vom BFI-Projektteam persönlich umgesetzt. In den drei Partnerschulen in Kohfidisch, Güssing und Rudersdorf wurden den Schülerinnen und Schülern, sowie den Lehrerinnen und Lehrern, in mehreren Unterrichtseinheiten die Grundlagen des 3D Drucks und der 3D Konstruktion vermittelt. Über eine interne Lernplattform werden nützliche Lehrmaterialen sowie fertige Konstruktionen für den Unterricht zur Verfügung gestellt. "Eine Lernvideo-Reihe soll allen Lehrkräften, sowie Schülerinnen und Schülern auch ohne unsere direkte Unterstützung helfen, in dieser Thematik Fuß zu fassen. Auch um die Hardware haben wir uns gekümmert: jeder der drei Schulen wurde ein 3D Drucker für weiteres Arbeiten in diesem Bereich überlassen!" erklärt Bildungszentrumleiter Ing. Christian PELZMANN.

Auch der umwelttechnische Gesichtspunkt spielt bei der Umsetzung eine große Rolle, denn derzeit überschwemmen billige Produkte aus China den Markt und spiegeln weiter unsere Wegwerfgesellschaft.  Durch additive Fertigungsverfahren im 3D Druck wird der Abfall minimiert. Der Bio-Kunststoff „PLA“ ist biologisch abbaubar, da er aus Zuckerrohr und/oder Maisstärke hergestellt wird. Aufgrund der Herstellungsart müssen Objekte nicht voll ausgefüllt werden, was wiederum Material spart, im Gegensatz zu anderen Herstellungsarten.  

"Wir wollen zeigen, dass es einen ressourcenschonenden Weg gibt, indem man ersetzt statt neu kauft", berichten die beiden Projektumsetzer Christian Klein und Tim Maier. Sie sind überzeugt, dass den Jugendlichen durch den Umgang mit neuen Technologien klarere Perspektiven für die Zukunft eröffnet werden.

Zur Nachhaltigkeit des Projektes wird nun ein weiterführendes Skriptum für die Lehrausbildung entwickelt, dass auch in der überbetrieblichen Lehrausbildung im BFI Burgenland zum Einsatz kommt. Derzeit bildet das BFI Burgenland über 140 Lehrlinge in den verschiedenen Berufsbranchen - vorrangig in handwerklich-technischen Lehrberufen - aus.

 

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